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FFW Dieberg Drucken

Wappen Dieberg 

FFW Dieberg       
        

Aus der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Dieberg

Anno 1894 zum 18.Juni wurde die Freiwillige Feuerwehr Dieberg lt. Urkunde in den bayerischen Landes-Feuerwehrverband aufgenommen. Seit der Gründung ist die Wehr im Besitz des Mitgliederbuches. Am Gründungstag haben sich 14 Männer des Dorfes in „gestochener deutscher Schrift“ in das Mitgliederbuch eintragen lassen und somit die Feuerwehr Dieberg aus der Taufe gehoben. Bereits am Gründungstag wurden die Führungskräfte nominiert und die einzelnen Aufgaben an die Mannschaften verteilt. Unter dieser Führung wurde um das Jahr 1903 die Fahne angeschafft und das erste Feuerwehrhaus gebaut. Nach Angaben der älteren Mitglieder stand dieses Feuerwehrhaus bei der Straßenbiegung vor dem Weiher. Neben dem Gerätehaus befand sich ein ca.10 Meter hoher Steigbaum mit Steigsprossen zum Trocknen der Schläuche. Auch eine Handdruckspritze, eine  Drehleiter sowie Schlauchmaterial gehörten zur Ausrüstung. Um ein einheitliches Bild zu erzielen wurden zunächst Uniformen angeschafft. Alte Militärhelme hat man umlackiert und als Feuerwehrhelme verwendet. Nachdem das vorhandene Feuerwehrgerätehaus nicht mehr den Anforderungen entsprach, ging man im Jahre 1948 an die Neuplanung. Am 26.März 1949 erhielt man die Baugenehmigung zu Erstellung eines neuen Gerätehauses. Auch ein Schlauchtrockenturm wurde bereits vorgesehen. Dieses zweite Feuerwehrhaus befand sich im Bereich, wo derzeit die Kapelle steht. Der Bau wurde bereits damals durch Hand- und Spanndienste der Bevölkerung erstellt. Das Bauholz wurde überwiegend von der Gemeinde Dieberg sowie aus Spenden der Besitzer von Privatwaldungen zur Verfügung gestellt. Auch die Feuerwehr musste bereits damals finanziell einiges dazu beitragen. Nach den Abrechnungen wurde für dieses Gerätehaus ein Betrag von DM 5.006,70 ausgegeben. Im Jahr 1953, also bereits vier Jahre später, wurde dieses Feuerwehrgerätehaus, bedingt durch die Verlegung der Straße, wieder abgerissen. Im Zuge des Straßenneubaus wurde ein neues Feuerwehrgerätehaus am Ortsausgang (auch heutiger Standort) errichtet. Der Schlauchtrockenturm wurde, stehend auf Holzkufen, mit einer schweren Zugmaschine durch den Holzfuhrunternehmer Bock (Gern) zum neuen Standort transportiert. Im 1954 erhielt die Feuerwehr Dieberg die erste Tragkraftspritze, Marke Ziegler TS 6/6, auch Schläuche, Strahlrohre und sonstige notwendige Geräte wurden angeschafft. Die Rechnungssumme belief sich auf insgesamt 4.475,70 DM. Von verschiedenen Stellen und auch von der Gemeinde Dieberg wurden diese Gerätschaften gefördert, doch verblieb auch eine stattliche Summe, die von der Feuerwehr aufzubringen war. Für den Transport des Löschgerätes wurde noch im selben Jahr in Eigenleistung ein Anhänger angefertigt, der von einem Traktor gezogen werden konnte. Dieses neue Löschgerät erhielt im Jahr 1954 durch Herrn Pfarrer Erdmann den kirchlichen Segen. Eine Einweihungsfeier wurde anlässlich dieses Ereignisses im Wirtshaus abgehalten. Auch an überörtlichen Veranstaltungen, wie Gautagen, nahm die Wehr regelmäßig teil. Zu diesen Festlichkeiten fuhr man in der Regel mit Fahrrädern. Auch kann man sich daran erinnern, dass Pferde vor einen geschmückten Wagen gespannt wurden. Ein großes Ereignis war zu früherer Zeit der Feuerwehrball. Traditionell wurde mit einer Ballkönigin und der Polonaise der Ball eröffnet. Freitouren für die anwesenden Feuerwehrkameraden der umliegenden Wehren gehörten zur guten Sitte.Christbaumversteigerungen waren zum damaligen Zeitpunkt ebenfalls bereits üblich. Seit der Gründung der Wehr bis zum Jahre 1956 liegen keine schriftlichen Aufzeichnungen vor. Die Chronik beruht somit rein auf mündlichen Überlieferungen. Ab dem Jahr 1956 können verschiedene Leistungen und die Aktivitäten der Wehr aus dem vorhandenen Kassenbuch nachvollzogen werden. Im Jahre 1958 war eine Generalüberholung der 1903 angeschafften Vereinsfahne nötig. Die Wehr Dieberg legte 1960 ihre erste Leistungsprüfung in Bronze ab. Mit dem selbstgebauten Feuerwehrwagen, gezogen von einem Traktor, meldete man sich zur Leistungsprüfung in Nittenau.1964, in diesem Jahr erhielt die FFW Dieberg das erste Feuerwehrauto, einen Ford Taunus Transit. Der Gesamtpreis für das Fahrzeug belief sich auf 11.323,80 DM. Ein Teil dieser Kosten wurde durch Eigenleistung finanziert. Am 24.November 1964 erfolgte die Einweihung. Mit Musik und Ehrengästen marschierte man ins Gasthaus Schwarzfischer, um dieses Ereignis gebührend zu feiern. Bereits in den sechsziger- und siebziger Jahren wurden jährlich Vereinsausflüge durchgeführt. Bedingt durch die Umorganisation im Zuge der Gebietsreform 1972 gehört die Feuerwehr nun zum Kreisbrandmeisterbereich Zell. Unter Jugendwart Josef Strahl stellt die Freiwillige Feuerwehr Dieberg in diesem Jahr eine der ersten drei Jugendgruppen des Altlandkreises Roding, die erfolgreich die Jugendleistungsprüfung ablegten. Dass auch die Damen ihren Mann stehen, zeigte sich 1974 als die erste Damenlöschgruppe ihr Leistungsabzeichen in Bronze ablegte. Durch den Kommandanten erfolgte bei der Jahresversammlung die Information, dass das Löschgerät, die TS 6/6, nicht mehr einsatzfähig sei. Die Anschaffung einer neuen Tragkraftspritze stand unmittelbar an. Nach einigen Verhandlungen mit der nun zuständigen Gemeinde Walderbach wurde die Anschaffung einer neuen Tragkraftspritze genehmigt. Die Einweihung des neuen Löschgerätes TS 8/8, der Preis betrug DM 8.227,88, gab Anlass, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ein Fest mit Zeltbetrieb und Festzug zu organisieren. Ein herausragendes Ereignis war dann die Einweihung der Tragkraftspritze mit Feuerwehr und Heimatfest von Freitag, 20.Juni bis Montag 23.Juni 1975. In diesem Jahr wurde auch die erste Theateraufführung der Feuerwehr Dieberg organisiert, dem zwei Jahre später eine weitere Aufführung folgte. Die Wehr befasste sich mit dem Bau eines neuen Gerätehauses, verschiedene Planentwürfe wurden gefertigt und eingereicht, es sollte aber bis 1979 dauern bis eine Baugenehmigung erteilt wurde. Bei der Jahresversammlung 1979 teilte Vorstand Franz Höcherl mit, dass die Genehmigung für den Gerätehausneubau nun vorliegt. In Absprache mit der Gemeinde Walderbach werden die Materialkosten durch die Gemeinde sowie durch Bezuschussung der verschiedenen Ämter gedeckt. Die Errichtung soll im Wesentlichen durch Eigenleistungen der Feuerwehrkameraden erfolgen. Im April desselben Jahres wurden die Abbrucharbeiten des alten Gerätehauses in Angriff genommen, und unmittelbar mit dem Neubau begonnen. Zur Unterbringung des Fahrzeuges und der Ausrüstungsgegenstände während der Bauphase überließ uns Strahl Josef (Werndl Sepp) seine Garagen. Als ein sehr ereignisreiches Jahr, kann man das Jahr 1981 für die Freiwillige Feuerwehr Dieberg betrachten. Zunächst stand die Partnerschaftsfeier mit der Freiwilligen Feuerwehr Frotzersricht als gesellschaftliches Ereignis auf dem Programm, diese fand am 28.März in Frotzersricht statt. Der Höhepunkt dieses Jahres war die Einweihung des neuen Gerätehauses vom 24. bis 27.Juli mit einem Feuerwehr- und Heimatfest. Unter großem Beifall der Zuschauer zogen am Festsonntag 37 Vereine beim Festzug durch die Straßen der kleinen Ortschaft Dieberg. Auch das Jahr 1982 war wieder von einer großen Festlichkeit geprägt, wurde unsere Wehr doch von der FFW Reichenbach zum Paten für ihr 100-jähriges Jubiläum auserkoren. Im Mai fand das Patenbitten in Dieberg statt und im August unterstützten wir die Jubelwehr tatkräftig und mit einer großen Mannschaft bei ihrem Fest. Auf Vorschlag der Mitglieder wurde ein Gedenkstein für die verstorbenen Mitglieder sowie ein Trauerband angeschafft und im Juni 1985 erfolgte die feierliche Einweihung unter Teilnahme der FFW Reichenbach und FFW Frotzersricht sowie der Führungskräfte der Feuerwehr des Landkreises. Zum dritten Mal feiert die Wehr Dieberg, und mit ihr das ganze Dorf ein Feuerwehrfest. Für dieses Fest und zwar vom 13.Juni bis 15.Juni 1987 wurden die Vereine der VG Walderbach und Feuerwehren aus dem näheren Umkreis eingeladen. Mittelpunkt des Festes war die Weihe des neuen Feuerwehrautos ein Mercedes – Benz. Die Wehr Reichenbach feierte 1992 ihr 110-jähriges Gründungsfest, wie schon vor zehn Jahren sind wir gerne der Bitte um Übernahme der Patenschaft gefolgt. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, dies zeigte sich bei der Jahresversammlung 1993, die durch das Hauptthema des bevorstehenden Festes „100-jähriges Gründungsfest 1994 „ geprägt war. Es wurde ein Festausschuss berufen. Am 13.November war das Schirmherrnbitten beim Feuerwehrkameraden und 2. Bürgermeister Strahl Ottmar. Um die Übernahme der Patenschaft offiziell zu erbitten, begaben sich am 23.April 1994 die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Dieberg nach Reichenbach. Das große Ereignis für Dieberg fand dann vom 10.Juni bis 13.Juni statt. Zum 100-jährigen feierten mit dem Dorf weitere 48 Vereine mit. Man kann sagen, dass dieses Fest das größte Ereignis der Dieberger Dorfgeschichte war und nur durch den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft zustande kommen konnte. Im Rahmen eines Festes wurde im Juni 2001 die neue Tragkraftspritze TS 8/8 eingeweiht, neben dem Patenverein Reichenbach und dem Partnerverein Frotzersricht nahmen alle Vereine aus dem VG-Bereich teil.110 Jahre Dieberger Wehr hieß es im Juni 2004; mit den Vereinen aus der Umgebung wurde dieses Fest mit Segnung des renovierten Flurkreuzes neben dem Gerätehaus gebührend gefeiert. In den letzten Jahren wurden verschiedene Technische Gerätschaften wie Motorsäge mit Schutzbekleidung, Notstromaggregat mit den dazugehörigen Scheinwerfern und ein Wespenschutzanzug aus eigenen Mitteln der Wehr angeschafft. Das es eine besondere und lange Beziehung zwischen den Wehren Reichenbach und Dieberg gibt, zeigte sich im Jahre 2007, zum dritten mal durfte die Dieberger Wehr der FF Reichenbach zu deren 125-jährigen Gründungsfest als Pate zur Seite stehen. 

 

FFW Dieberg 

Das FFW-Haus der Wehr Dieberg

Kontaktdaten:

1. Vorsitzender
Schwarzfischer Alfons
Forststr. 2a
93194 Walderbach

1. Kommandant
Höcherl Harald
Höchergasse 1
93194 Walderbach / Dieberg
Tel.: 09464 / 911993
E-mail: hh043@hotmail.com

 


Aktualisiert am Dienstag, 03. August 2010 um 16:32
 
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