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Bericht THL-Schulung Drucken
Geschrieben von: Thomas Rösl   

THL-Leistungsabzeichen 2010: Schiedsrichter und Kommandanten geschult

Schon bei der Einführung des Leistungsabzeichens Technische Hilfeleistung (THL) im Jahre 1994 waren die Teilnehmer und Verantwortlichen der Feuerwehren begeistert davon dass dieses Leistungsabzeichen der Realität relativ nahe kommt.

Der fortgeschrittenen Technik und den Erfahrungen folgend wurde dieses Leistungsabzeichen nun grundlegend geändert und den neuen Gegebenheiten angepasst. Hierzu erfolgte vergangene Woche eine umfassende Schulung und Einweisung der Schiedsrichter sowie der mit Gerätschaften zur Technischen Hilfeleistung ausgerüsteten Feuerwehren. Organisiert hat diese Weiterbildung der Fachbereich 1 Fahrzeug und Gerät.

Fachbereichsleiter Thomas Rösl konnte hierzu in Falkenstein die Schiedsrichter und Kommandanten der betroffenen Feuerwehren recht herzlich begrüßen. In einer etwa dreistündigen Ausbildung wurden die wichtigsten Neuerungen und Änderungen vorgestellt.

Der modernen Technik gerecht werdend ist es in einer zweiten Variante des Leistungsabzeichens nun auch möglich, Gerätschaften wie Stromerzeuger und Pumpenaggregat im Fahrzeug zu belassen und diese mittels Schnellangriffseinrichtungen zu betreiben, wie es bei den meisten Fahrzeugen im Inspektionsbereich inzwischen Standard ist. Ebenso kann nun der am Fahrzeug befindliche Lichtmast anstelle des umständlichen Stativs eingesetzt werden. Gerade diese Möglichkeiten entsprechen dem Einsatzgeschehen. Selbstverständlich können wie bisher diese Gerätschaften auch ausserhalb der Fahrzeuge betrieben werden.

Weiter wurde das Abzeichen um umfangreiche Zusatzaufgaben erweitert, so dass nicht nur mehr die am Fahrzeug vorhandenen Gerätschaften mit Lagerorten bekannt sein müssen, die Teilnehmer müssen den bestimmungsgemäßen und den geltenden Unfallverhütungsvorschriften gemäß den Einsatz der jeweiligen Gerätschaften erklären und auch praktisch vorführen, jeweils inclusive der eventuell erforderlichen zusätzlichen persönlichen Schutzausrüstung. Auch die Anzahl und Art der erforderlichen Gerätschaften hat sich den technischen Standards folgend angepasst.
Zudem müssen im Laufe der Prüfung alle zur THL erforderlichen Gerätschaften vorgenommen und auf einer Geräteablage abgelegt werden. Großes Augenmerk wird auch auf das sichere Unterbauen und festkeilen eines verunfallten Fahrzeuges gelegt. Weiter wurde auch die Betreuung und Erstversorgung der verunfallten Personen mit aufgenommen.
Mit Einführung des neuen Abzeichens wird auch auf die Verkehrsabsicherung und Eigensicherung der Einsatzkräfte noch höherer Stellenwert gelegt als bisher, die Mannschaft muss künftig zu Beginn der Prüfung im Fahrzeug sitzen und zunächst für eine entsprechende Absicherung Sorge tragen.  

Insgesamt wird die Abnahme dieses Leistungsabzeichens nun wesentlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. Alle Ausbilder und Schiedsrichter zeigten sich aber begeistert von den Neuerungen, kommen diese doch der Realität sehr Nahe und entsprechen den aktuellen technischen Standards. Auch der Ausbildungseffekt ist mit diesen Neuerungen entsprechend gestiegen. Das neue Leistungsabzeichen stellt sicher, dass die Teilnehmer auch Erfahrung mit dem Einsatzgeschehen haben müssen um die gestellten Aufgaben fehlerfrei und innerhalb der vorgegebenen Zeit durchführen zu können.

 

 

Aktualisiert am Samstag, 03. April 2010 um 19:41
 
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